Aktuelle Ideen

 

 

 

Dieses Bild des Künstlers Ben Vautier hängt im Direktionsbüro der Schweizerischen Bundesbahnen (2004). "la solution existe" - die Lösung existiert. Wirklich! Könnten wir komplexe Systeme mit vielen Fachbereichen wie es Bahn-, Tram- und Busdienstleister sind besser auf Zukunft trimmen, wären raschere Entscheide möglich. Um öffentlichen Verkehr kundenfreundlicher zu gestalten.

 

Ideen

Posttransport

Einst funktionierte Bahnpost ausgezeichnet: Briefe, Pakete konnten am Bahnhof abgegeben werden, zwei bis vier Stunden später waren sie 50 oder 200km weiter vor Ort. Heute ist das mit Normalpost nicht mehr möglich, erst landet Post in zentralen Sortierzentren. Wertvolle Zeit geht verloren.

 

Das könnte - mit dem vorgeschlagenen System der Schienen-LKW's - wieder operativ werden: Postwagen - genau wie einst. Nur verkehren sie heute nicht mehr als Anhänger an Personenzüge, sondern als selbständige Fracht-Cargolinos zwischen Schienen-Terminals.

 

 

Jura-Querung

Anstatt dort einen neuen Tunnel bauen, wo bereits deren zwei bestehen:

 

Warum nicht eine Juraquerung im Raum Duggingen-Solothurn? Die erreichbaren Vorteile wären bedeutend:

 

 

 

 

Basel, Vorschlag 2001:

Statt öV-Bahnring oder Bahntunnel:
Bessere Nutzung vorhandener öV-Infrastruktur

In Basel ist der OeV-Ausbau dringend, verschiedene Varianten stehen zur Diskussion. Logisch wäre, zuerst das zu tun, was mit den wenigsten Kosten die grössten Verbesserungen bringt. Die Bahn-Brücke über den Rhein, den badischen mit dem SBB Bahnhof verbindend, wird auch zu Spitzenverkehrszeiten pro Gleis nicht einmal alle Viertelstunden benützt. Moderne Sicherheitstechnik (mobiler Block) könnte Fahrfenster für Regio-Shuttles schaffen, die beide Bahnhöfe mit 5 Minuten Fahrzeit verbinden und die ab dem Bahnhof SBB in 9 Minuten Fahrzeit den Flughafen erreichen. Dort wäre knapp 1 km Gleis-Neubau notwendig. Für die Strecke Flughafen > Weil > Lörrach gibt es Projekte für den Bau einer "Stadtbahn", von Lörrach gibt es die Bahnstrecke zurück nach Basel Bad. Bhf oder - auch unaufwendig machbar - nach dem Bahnhof SBB: Ein geschlossener Kreis! Werden diese Kapazitäten einmal ausgenützt, können die Fahrtzeiten mit Tunnel-Neubauten weiter verkürzt werden: Bad. Bhf > St. Johann > Oberwil? > Reinach? > Aesch?...

In Basel wird von einem Bahntunnel gesprochen (in Form eines Y, braun eingezeichnet)

Aus der Basler Zeitung vom 17. Februar 2001 (Forum)

 

Anderthalb Milliarden für den öffentlichen Verkehr in Basel ?

(Replik auf eine Darstellung in der Basler Zeitung vom 23. Dezember 2000)
In einer Eingabe unterstützt der Präsident der Regio Basiliensis Christian Häfliger die Idee, "eine unterirdisch führende S-Bahn Verbindung Badischer Bahnhof - St. Johann – Marktplatz – Bahnhof SBB mit Baukosten von 1,5 Mrd SFr zu realisieren". Ausgezeichnet! Der öffentliche Verkehr verdient hohe Investitionen, ist er doch allein in der Lage, Verkehr in Innenstädten effizient zu übernehmen. Dass dieses Vorhaben von der Baudirektorin BL Regierungsrätin Elsbeth Schneider und dem Chef des Wirtschaftsdepartementes BS RR Ralph Lewin gestützt wird, ist bestes Vorzeichen für Erfolg. Eine bessere Verkehrszukunft in unserer trinationalen Region erreichen wir nur mit neuen Denkansätzen und mehr Mitteln.
 

Immerhin erfordert ein guter Plan in der Ausgangsphase, dass möglichst viele Varianten einer gegebenen Grundidee in Betracht gezogen und diese sorgfältig gegeneinander abgewogen werden. So führte offenbar die Notwendigkeit, Basels Verkehr grundsätzlich verbessern zu müssen, zu einem auf den ersten Blick einleuchtenden Projekt, das sehr viel kostet. Liesse sich aber mit einem so grossen Betrag nicht wesentlich mehr für den Öffentlichen Verkehr erreichen als ausgerechnet auf dem teuersten Weg, dem Tunnelbau? Dazu einige grundlegende Überlegungen:


1. Mit einem Vorhaben wie skizziert entstünde am Marktplatz ein zentraler Umsteigeknoten zwischen den beiden Verkehrssystemen Tram und S-Bahn. Dafür sind unserer Ansicht nach die Innenstadtverhältnisse zu eng. Viel eher sehen wir eine Aufwertung der Gebiete um den Bad. Bahnhof (DB-Areal) und vom Bhf. St. Johann mit einem wesentlich verbesserten S-Bahnangebot. Das Tramnetz diente dann der Feinverteilung des Verkehrs in der Innerstadt zwischen den Polen Bhf. SBB, Bad. Bhf und Bhf. St. Johann und könnte entsprechend optimiert werden. Weshalb sollen der Marktplatz und die an angrenzenden traditionellen schönen Stadtabschnitte geopfert werden, wenn es doch grosses Potential für eine sinnvolle Stadtenwicklung rund um den St. Johanns-Bahnhof und auf dem DB-Areal gibt? Dort kann grosszügig neu geplant und gebaut werden und diese Gebiete müssten in erster Linie mit der S-Bahn erschlossen werden. Alle wichtigen Zentren (Chemie / DB-Areal / Stadion St. Jakob/ Dreispitz) profitierten davon gleichermassen. Einer sicher sinnvollen späteren S-Bahn Verbindung von Lörrach an den Flughafen zur Komplettierung des S-Bahnnetzes stünde nichts im Wege. Sie könnte mit viel geringeren Kosten realisiert werden, als diese eine Untertunnelung der halben Stadt Basel erforderte.
 

2. Ein Tunnel vom Badischen Bahnhof zum Bahnhof SBB via Marktplatz würde gemäss Vorschlag rund 4km lang. Bereits aber existiert eine solche ebenfalls 4 km lange doppelspurige Bahnverbindung über die Eisenbahn-Brücke, für deren Kapazitätsausbau gemäss Verkehrsplan 2000 30 Mio Sfr. vorgesehen sind. .Würde weiter in modernste Bahnbetriebstechnik (siehe Kasten) investiert, dürfte es ohne weiteres möglich sein, zwischen den beiden Bahnhöfen eine Shuttleverbindung im 5 – 8 Minutentakt einzurichten und dieses Angebot, wie ebenfalls im Verkehrsplan Basel 2000 vorgesehen, sogar bis zum Flugplatz weiterzuführen. Mit der Anbindung des Flughafens an das Schienennetz wäre dieser vom Badischen Bahnhof aus in 10 - 12 Minuten erreichbar. Die Kosten für diesen bereits vorgesehenen Ausbau, inklusive zusätzlicher Telematik und Rollmaterial, würden wahrscheinlich unter 200 Mio SFr liegen.
 

3. Für geschätzte weitere 150 Mio Sfr. könnten alle weiteren im Verkehrsplan 2000 vorgesehenen Einzelmassnahmen für den öffentlichen Verkehr verwirklicht werden. Angenommen wir wollten tatsächlich 1,5 Mrd Sfr in das öffentliche Verkehrsnetz investieren, so blieben, wahrscheinlich zur Freude der unter Spardruck operierenden Verantwortlichen für den regionalen OeV, deutlich mehr als 1 Mrd Sfr. verfügbar.
 

4. Wahrscheinlich würde aber die Hälfte dieses Betrages genügen, den Betrieb des bestehenden Tram-, Bus- und Regiobahnnetzes auf ein neues Niveau zu heben. Dabei sehen wir in erster Linie weitere Rollmaterialbeschaffungen, damit unter Nutzung modernster Bahnbetriebstechnik der 10-Minutentakt ab Laufen, Sissach, Rheinfelden etc. und vor allem auch in Randzeiten möglich wird. Somit könnte eine Reihe relativ kostengünstiger Verbesserungen unseres Erachtens besser zur angestrebten Modal-Split Verschiebung (Umsteigeeffekt vom privaten auf den öffentlichen Verkehr) führen, als die geplante Untertunnelung.
 

5. Unsere dezidierte Meinung ist es also, weniger in gewaltige bauliche Massnahmen zu investieren, dafür aber das Angebot an öffentlichem Verkehr komfortabler zu gestalten und auszuweiten. Es sollte zudem vor allem das Gespräch mit Spezialisten gesucht werden, die schon Telematik- und intelligente Regelungslösungen zur Sicherheits- und Kapazitätserweiterung in industriellen oder verkehrstechnischen Betriebsabläufen realisiert haben und die den aktuellen Technikstand kennen.
Zusammenfassend brauchen wir ein modernes öffentliches Verkehrssystem und Investitionen müssen getätigt werden. Das im Prinzip lebensfeindliche Verkehrsproblem muss besser gelöst und der Zugang zu unserer attraktiven Innenstadt erleichtert werden. Dafür aber sollten aber u. E. für billigeres Geld zuerst alle klugen, heute verfügbaren technologischen Möglichkeiten analysiert und angewendet werden, bevor wir für Milliarden zu graben beginnen. Weil bei diesem Vorschlag kaum Bauarbeiten anfallen, realisieren wir das Projekt relativ rasch und sparen irgendwo zwischen einer halben und einer Mrd. Sfr.
 

H. U. Kunz, Innova Hans Ulrich Kunz AG  und Prof. Dr. med. A. Nidecker, Co- Leiter Workshop "Zusammenwirken OeV und Motorisierte Individualverkehr" anlässlich der SUN21 2000.
 

 

 

 

Basel, Vorschlag 2005:

Auto-Park-Tunnel macht Innenstadt zugänglich und autofrei

Das ist kein öV-, sondern ein autofreundlicher Vorschlag.

 

Der Vorschlag entstand 2005 bei der Diskussion mit einem Verkehrsverantwortlichen in der Region: "Nun plant Basel einen weiteren Supermarkt an der Peripherie, auf dem Stückiareal. Das bedeutet, dass man zum "Einkaufen per Auto" nicht nur die Wahl zwischen Dreispitz, Muttenz, Gartenstadt, Weil oder Lörrach hat, sondern auch nach Kleinhüningen. Natürlich per Auto, denn per Tram lässt sich Einkauf nur umständlich transportieren. Nie sieht in Tram oder Bus Passagiere mit grossem Einkaufskorb."

Vereinsamung der Innenstadt

Der Verkehrsexperte weiter: "Noch mehr Shoppingzentren in der Peripherie der Stadt führt zur noch stärkeren Isolierung der Innerstadt als Einkaufsgelegenheit. Dort gibt es keine Parkplätze. Zunehmend werden Waren von den grossen Einkaufszentren an der Peripherie der Stadt umgesetzt. Und per Auto nach Hause gebracht.

Stadt-Tunnel nur für öV dürften sich kaum rechnen

Seit Jahren gibt es in Basel offizielle Projekte für verschiedene Untertunnelungs-Arten der Innerstadt: Bahn-Y-Tunnel, Tramtunnel usw. Diese Projekte wollen für den öffentlichen Verkehr bessere Verbindungen schaffen, die Innerstadt vom Tramverkehr entlasten. Aber auch Bahn-Betreiber bestätigen: Tunnelanlagen, die für nur wenig Tram- rspektive Bahnbewegungen pro Stunde (geringe Passagierzahl) gebaut werden, rechtfertigen weder die hohen Investitions-, und schon gar nicht die bedeutenden Betriebskosten solcher Anlagen.

Auto-Parktunnel als Alternative?

"Wenn's öV nicht kann, kann's das Auto"

 

Bahn, Tram und Bus sind die einzigen Verkehrsmittel, welche die Verkehrsbedürfnisse einer eng besiedelten Stadt am besten lösen können. Autos können das nicht. Die hier dargestellte Konzept-Idee entstand aus Nachdenken über die vielen Parkhaus-Projekte Basels.

Die Konzept-Idee

Basels schöne, aber enge Gassen und die vielfältig genutzten Plätze sind aus dem Mittelalter gewachsen. Sie bieten zu wenig Platz für Menschenströme, Tram- und Autoverkehr. Als Lösung werden Bahntunnel als Y- oder Herzstück-Variante, Road Pricing (Vorschlag der Handelskam­mer), Innenstadt-Tramtunnel, Ringbahn (Vorschlag von S-Bahnkritikern) und unterirdische Parkhäuser diskutiert. Doch diese Möglichkeiten überzeugen wenig. Entweder lösen sie nur einen Teil der Probleme oder sind viel zu aufwändig.

Schon das Durchkommen für den öffentlichen Verkehr, der pro Vehikel viele Passagiere bewegt, ist heute kaum mehr gewährleistet. Die Belieferung mit Waren in der Innenstadt ist permanent schwierig. Individueller Autoverkehr mit genügend Parkmöglichkeiten muss in logischer Konse­quenz draussen bleiben, zum Nachteil der vielen Geschäfte.

Wie schaffen wir es, in der Innenstadt Wohnlichkeit und kommerzielle Prosperität zu vereinen? Öffentlicher Verkehr findet zur Nachtzeit kaum statt und für den Transport von in der Stadt eingekaufter Güter in die Region ist das Auto, zu dem 90% der Bevölkerung Zugriff hat, naheliegendes Transportmittel. Wir publizierten bereits zum Thema, wie öffentlicher Verkehr auf wirtschaftliche Weise eine komfortable Alternative zum Autoverkehr werden könnte: «Flüssiger Verkehr für alle, energieeffizient mobil im Grossraum Basel» (SUN 21 / 2000, Download über www.lasolutionexiste.ch) und «Anderthalb Milliarden Franken für den öffentlichen Verkehr in Basel?» im Forum der Basler Zeitung am 14. Februar 2001. Wir sind überzeugt, dass das auch ohne Tunnel möglich wäre. Doch ist das einfachste oft nicht das politisch machbarste.

Denkt man die vielen Vorschläge durch und überlegt eine bestmögliche Lösung, entsteht in nahezu logischer Konsequenz die Idee, die Bedürfnisse für Parkraum, Auto-Mobilität und öffent­lichen Verkehr zu kombinieren. Eine Vision von einem kurzen Tunnel für die viel disku­tierte Verbindung zwischen Badischem und SBB-Bahnhof. Eine „Shuttlebahn“, die im Tunnel mit zwei Wagen verkehrt, die im 5-Minutentakt beide Bahnhöfe und zwei oder drei Zwischenhalte in der Innenstadt bedient. Autos, Lieferwagen und LKW fahren vom Surinam aus und aus der Richtung Basel Süd (Bottmingen) unter die Innenstadt und können mehrere grosszügige unterirdische Parkräume nutzen.

Augenfällig sind die tieferen Kosten für einen kurzen Tunnel. Die „Shuttle-Bahn“, weitgehend automatisiert wie aus Skigebieten bekannt, braucht keine Einfahr- und Ausfahrrampen, um von der Oberfläche in den Untergrund zu gelangen. Kombinationen mit dem Parkhaus SBB und für eine verbesserte Fussgängerführung auf dem Centralbahnplatz wären überlegenswert. Die konsequente Entlastung der Innenstadt von Autoverkehr und die nahezu unbeschränkten Möglichkeiten zum Bau von Parkräumen mit direktem Zugang zur Innenstadt sind weitere Vorteile.

Parkierzonen                               Tunnelprofil              Haltestellen

Autotunnel mit Parkierzonen und Shuttlebahn mit 3 Haltestellen in der Innenstadt