So sollte öV verkauft werden

Riesige Ertragschancen für öffentlichen Verkehr

Die Chance, durch ein zu Autobesitz vergleichbarem Angebot Kunden auf öffentlichen Verkehr (öV) zu locken und ihnen den Verkauf ihres Autos zu ermöglichen, wird öV-Verkehrsbetreibern heute noch nicht wahrgenommen. Hier eine Liste von Argumenten, warum das ein grosser Schritt zur ökologisch und wirtschaftlich vernünftigen und für die Nutzer attraktiven Lösung der Verkehrsprobleme sein könnte:

In kleineren Ländern und in grosse Regionen mit hoher Verkehrsdichte, zum Beispiel für der Schweiz oder das Ruhrgebiet, dürfte folgendes zutreffen:

a) 30% bis 50% der Bevölkerung lebt in komfortabler Nähe von heute schon bestehenden öV-Haltestellen

b) Für 20% bis 30% der heute Autobesitzenden ist Autobesitz mehr Last denn Lust: Sie würden ihr Auto heute schon gerne verkaufen, würde öV ihre Verkehrsbedürfnisse "rund-um-die-Uhr" sicherstellen.

 

In den beschriebenen Gegenden gibt die Bevölkerung für Autobesitz und -Gebrauch rund 10mal mehr aus als Bahn, Tram und Bus als Ertrag aus Personenverkehr einnehmen.

Es ist eine einfache Rechnung:


"Würden 10% der Autofahrenden umsteigen,
würde sich das Verkehrseinkommen
für Bahn, Tram und Bus verdoppeln."

Vorteile für die Nutzer:

Auto-Besitz- und Betriebskosten sind ein grosser Ausgabeposten in den Haushaltsbudgets von Familien und Einzelpersonen.

Für viele ist Autobesitz und tägliches Autofahren mehr Belastung als Freude.

Auch langfristig ist zunehmend mit verstopften Strassen, mit Staus zu rechnen.

Für viele Haushalte sind öV-Haltestellen in bequemer Reichweite.

Vorteile für die Verkehrsbetreiber:

Mit einem Angebot "wie es die Kunden brauchen, damit es ihnen Autobesitz ersetzt", besteht in dicht besiedelten Regionen das Potenzial zur Verdoppelung des Verkehrsertrages. Damit hätte "Sparen im öV zu Lasten seiner Attraktivität" bei Bahn, Tram und Bus endlich ein Ende.

Die Infrastruktur für einen Rund-um-die-Uhr öV-Betrieb ist bereits vorhanden: Fahrstrecken, Haltestellen, Fahrzeuge.

Die Mehrkosten, die Betriebszeiten auszudehnen, sind verhältnismässig gering.

Langfristig sollte es möglich sein 20 oder gar 30% der Autofahrenden zum Umsteigen zu bewegen. Dann hätte öffentlicher Verkehr kaum mehr Finanzprobleme, Kostendeckung würde leicht erreicht.

Vorteile für die Gemeinschaft:

Ist das Auto im Haus, wird dieses benutzt. Weil dann eine ganze Familie mit wenig Mehrkosten (0,05 - 0,1 €/km) reisen kann. Weil öffentlicher Verkehr Familien und Einzelne nur ungenügend mobil machen kann, verschaffen sich rund 80% der Bevölkerung Zugang zum Auto. Der so entstehende Aufwand ist enorm. Zudem werden die Strassen permanent überlastet. Werden die Preise für Treibstoff sowie Auto-Verkehrssteuern angehoben, so belastet das viele Haushaltsbudgets zusätzlich. Dann muss wieder dafür gesorgt werden, dass vom Auto abhängige Erwerbstätige trotzdem existieren können.

 

"Ist das Auto im Haus, macht es öV den Garaus"

 

 

Anregung: öV-Einkommensoptimierung nach Verkehrsfall

Eine elektronisch erstellte Monatsrechnung ermöglicht die Optimierung des Entgeltes ÖV-Leistungen nach mehreren Kriterien, zum Beispiel:

Nachts und zu Spitzenverkehrszeiten darf ÖV im Nahbereich mehr kosten.

Zu Tages- und Nachtzeiten niedriger Verkehrsfrequenz können mit günstigen Preisen Belastungsspitzen ausgeglichen werden.

Zu Randzeiten (oder bei Regenwetter), wenn z.B. Taxitransport notwendig oder wünschbar ist, können Spezialkonditionen zum Tragen kommen, etwa in Form eines umsatzabhängigen Bonus.

 

  Bahn Bus Tram Taxi / Sammeltaxi /Sharing Rufbus / Mitfahr-zentralen
Spätabends bis 06h00

Günstiger Fernverkehr,

Nahverbindungen 100% Zuschlag

 

100% Zuschlag 100% Zuschlag Verbilligung bei fehlender ÖV-Verbindung

Betriebs-Zuschuss

 

Spitzen-verkehrszeiten

30% Zuschlag

 

30% Zuschlag

 

30% Zuschlag

 

30% Zuschlag

 

30% Zuschlag

 

Schwache Verkehrszeiten tagsüber 50% Verbilligung 50% Verbilligung 50% Verbilligung Normaltarif Normaltarif

 

Öffentlichen Verkehr anbieten, wie es die Bevölkerung braucht:

 

           

Für den Kunden, so einfach wie möglich. Sie/er, die Kinder, Jugendliche, Behinderte, Senioren sollen die Bahn als das attraktivere Verkehrsmittel erkennen können, für Familien und Einzelne sollte öV attraktiver sein als Autobesitz. Mit einem solchen Angebot kann die Bahn das "Verkehrsgeld" vieler auf öV "umlenken" (Autobesitz kostet 200€/Monat). Das Einkommens-Potenzial für öV ist enorm: allgemein gibt die Bevölkerung 5-10mal mehr Geld aus für Autobesitz als für öV; steigen 10% Autofahrende um, kann sich in vielen Gegenden das öV-Vekehrseinkommen verdoppeln.